Herzlich Willkommen

auf der Website des NABU Kassel e.V.

Wir sind ehrenamtlich Engagierte, das bedeutet freiwillige und unbezahlte Tätigkeit in unserer Freizeit, weil der Natur- und Umweltschutz uns am Herzen liegt.

Bei uns finden Sie Informationen rund um den Naturschutz in Kassel und Umgebung sowie aktuelle Veranstaltungshinweise.

Auch für 2026 haben wir wieder interessante Vorträge und Exkursionen für Sie zusammengestellt!

 

Hier geht es zu unserem Veranstaltungsprogramm!

Junger Singschwan auf der Fulda (Foto: Tanja Kurzenknabe)
Junger Singschwan auf der Fulda (Foto: Tanja Kurzenknabe)


In eigener Sache: Lagermöglichkeit gesucht

Für unser NABU-Equipment (Zelt, 3 Klapptische und 4 bis 6 Kartons) suchen wir eine trockene, mäusefreie Lagermöglichkeit (keine Garage!).

Der Platzbedarf liegt bei ca. 3 - 4 qm.  

Wir benötigen die gelagerten Sachen hauptsächlich für den Tag der Erde; sie werden also nicht ständig geholt und wiedergebracht. 

Wer kann uns unterstützen?

Wir freuen uns auf eine Rückmeldung an [email protected] oder telefonisch an Frau Franz 0561 871865.

Vielen Dank!

 


Das Rebhuhn - Vogel des Jahres 2026

Rebhuhn - Vogel des Jahres 2026 (Foto: Thomas Fleck, NABU-Kassel)
Rebhuhn - Vogel des Jahres 2026 (Foto: Thomas Fleck, NABU-Kassel)

Dieses Jahr steht das Rebhuhn als der Vogel des Jahres 2026 im Mittelpunkt unseres Interesses, eine Vogelart, die im Raum Kassel nur noch sehr selten beobachtet werden kann. Das letzte Mal sah ich eine Kette auffliegender Rebhühner vor etwa fünf Jahren in den Waldauer Wiesen, in unmittelbarer Nähe des Buga Sees. Das Rebhuhn (Perdix perdix) ist ein Steppenvogel, der mit der Ausbreitung der Landwirtschaft zum Kulturfolger wurde. Bis vor kurzem war das zu den Glattfußhühnern gehörende Rebhuhn ein häufiger Brutvogel unserer Feldflure und Brachflächen. Gut getarnt wurden sitzende Rebhühner oft kaum wahrgenommen. Wenn sie dann aber plötzlich aufflogen, konnten sie den Beobachter fast einen kleinen Schrecken einjagen. Auch fallen sie durch ihre kurzen Rufe (reb reb) auf. Ovid erzählt von Perdix, dem Neffen des berühmten Baumeisters Dädalus folgende Geschichte: Der kluge und begabte Perdix erfand als Lehrling seines Onkels die Säge, den Zirkel und die Töpferscheibe.  Dädalus wurde neidisch auf Perdix und stürzte ihn von der Mauer der Akropolis hinab. Minerva rettete ihn und verwandelte ihn in ein Rebhuhn. „Er fliegt am Boden und legt im Gesträuch seine Eier; denn er fürchtet die Höhe, des früheren Sturzes gedenkend“. Nach dem Sturz des Ikarus, Dädalus‘ Sohn, heißt es: „Aus dem schlammigen Sumpf das geschwätzige Rebhuhn: da wippt es mit dem Gefieder und lässt durch Gesang seine Freude erkennen.“

Inzwischen sind Rebhühner immer seltener geworden. Da das Fleisch sehr wohlschmeckend sein soll, werden sie bis heute bejagt. Ein noch größeres Problem ist der Mangel an Insekten und Larven, von denen sich vorwiegend die Jungvögel ernähren. Als Bodenbrüter ist das Rebhuhn durch Beutegreifer gefährdet, in Ortsnähe sind das neben Waschbären vor allem Hauskatzen und streunende Hunde.  Die größten Probleme sind jedoch der zunehmenden Mangel an geeigneten Lebensräumen sowie der Schwund der Insektennahrung für die Jungvögel und wilde Kräuter für die Altvögel.  Um die Zukunft des Rebhuhns zu sichern sind vor allem Brachflächen, unbearbeitete Stoppeläcker und Feldraine notwendig.  Letztes Jahr haben wir vom NABU Kassel begonnen den Erhalt einer solchen Landschaft im Kreis Kassel zu unterstützen (Seilerberg bei Dörnberg).  Möglicherweise findet das Rebhuhn dorthin zurück. Es gibt also viel zu tun. (Dr. Jürgen Wolf, NABU-Kassel).

 

Weitere Informationen zum Rebhuhn finden Sie hier.